11. Rauhnacht, 3.-4. Januar

Eingetragen bei: Allgemein | 2

Die elfte Rauhnacht führt uns in den 4. Januar

Namenstag: Berkana, Borbeth, Barbara, Balthasar

Monat: November

Themen: Loslassen, Abschied nehmen, Beschäftigung mit dem Tod

Mond: abnehmen

Anregungen für den Tag

Unser Dasein hier auf der Erde ist begrenzt. Wir sind Wanderer, die vorübergehend zu Gast sind.
In den letzten Tagen ereilte mich die Nachricht über zwei Selbstmorde in meinem weiteren Umfeld.
Diese Nachrichten lassen uns inne halten, machen uns traurig und betroffen. Wir haben großes
Mitgefühl mit den nahen Verwandten.
Und diese Nachrichten lassen uns über das Leben und seinen Sinn nachdenken.

Der Sinn des Lebens. Ich glaube ganz fest daran, dass jeder auf Erden mit einem ganz
speziellen Auftrag hier ist. Alles hat einen Sinn, auch wenn wir den oft nicht erkennen.
Wieviel Zeit nehmen wir uns, die Dinge, die uns bewegen und täglich begegnen zu reflektieren?
Wie bewußt gestalten wir unser Leben? Oder haben wir oft das Gefühl gelebt zu werden?
Wo ist der rote Faden in unserem Leben?
Welche Werte sind uns wichtig? Wie oft überdenken wir diese?
Wie werden diese Werte in unserem täglichen Leben sichtbar?
Was ist wirklich wichtig in unserem Leben?

Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, über diese Fragen nachzudenken. Spüre in Dein Herz,
gibt es irgend etwas, was Trauer, Enttäuschung oder Selbstvorwürfe hervorruft;
wenn du über diese Dinge nachdenkst? Oder gibt es etwas, waas nicht mehr stimmig ist?

Sei achtsam mit Dir. Jeder Tag ist ein neuer Anfang. Nimm alles negative, was sich jetzt
zeigt liebevoll an. Bedanke Dich für die Erfahrung und verabschiede es. Unterstütze
diese Verabschiedung mit ein paar kräftigen Atemzügen. Stelle Dir bildlich vor, wie
alles aus Dir herausfließt und nur Licht zurück bleibt.

Wenn Du dazu räuichern magst, wäre Myrrhe eine gute Wahl.

 

Meditation

Heute lade ich Dich zu einer sehr speziellen Meditation oder Reflektion ein.
Such dir unbedingt einen Platz, an dem Du völlig ungestört bist. Zünde eine
Kerze an und sorge dafür, dass Dir warm ist.
Lege Dir auf jeden Fall Schreibzeug zurecht.

Nimm ein paar tiefe Atemzüge und werde ruhig.

Unser Leben ist vergänglich, das wissen wir alle.
Stell Dir jetzt bitte vor, Du hast Dein Leben gelebt und zwar so, dass Du zur besten
Version Deiner selbst geworden bist. Du hast Dein Licht wirklich zum Leuchten gebracht.
Du hast den Sinn Deines Lebens aus vollem Herzen gelebt.
Du hast wirklich ein erfülltes Leben gelebt.
Stell Dir dies vor. Lass es lebendig werden vor Deinem inneren Augen.

Und jetzt versetzt Dich in die Lage Deiner Mitmenschen, wenn Dein Leben zu Ende geht.
Sie haben einen wertvollen Menschen aus ihrer Mitte verloren.
Horch ihnen zu. Schreibe Auszüge aus einer Grabrede. Was sagen andere über
Dein erfülltes Leben.

Lass diese Eindrücke noch einige Momente auf Dich wirken.

 

Mögest Du mit dem Fokus der Liebe und des Friedens auf Dein Leben schauen.

 

 

2 Responses

  1. Herbert Jochen

    Nach dem Tod meiner Frau 2007 bin ich über ein Trauercafe zu meinem Ehrenamt, der Sterbebegleitung in einem ambulanten Hospizdienst in Hamburg gekommen. Ich bin meiner Intuition und der indirekten Vorgabe meiner Frau gefolgt.
    Wäre sie nicht verstorben, hätte ich nicht zu diesem Anmtgefunden, dass ich auch heute noch bekleide. Ich habe diesen Weg verfolgt, obwohl mir davon abgeraten wurde. So hat das Ende dieses gemeinsamen Lebensabschnittes etwas positives für mich hervor gebracht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.